Nachdem in Großbritannien ja schon des öfteren Daten verloren gegangen sind, kann man sich ob der neuen Pläne auf der Insel nur wundern: Die Daten aller britischen Kinder sollen in einer zentralen Datenbank gespeichert werden. Davon umfasst sind der Name, die Adresse, das Geburtsdatum, Informationen über die Eltern, der Hausarzt und der Name der Schule.
Mit dieser Initiative der britischen Regierung soll nach Informationen der BBC der Informationsfluss zwischen insgesamt 390.000 "professionals working with children" verbessert werden. Bisher nur puzzleartig vorhandene Daten werden zusammengeführt.
Natürlich soll nur derjenige Zugriff haben, der sich authentifizieren kann: "All users would have an ID, a password, a random digital code or access token and a PIN." Das schließt natürlich nicht aus, dass der so ausgewiesene User die Daten dann mal schnell auf seinem Notebook speichert und dieses in der Bahn liegen lässt.
In Deutschland herrscht der Grundsatz der Datenvermeidung und der Datensparsamkeit - in Datenverarbeitungssystemen sollen keine oder nur so wenige personenbezogene Daten gespeichert werden wie möglich, § 3a Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Dieser Grundsatz wird ja leider auch nicht immer beachtet, aber ob ein solches Projekt hierzulande durchsetzbar wäre...?
Die derzeitige ablehnende Haltung der Bundesregierung gegenüber dem im Europaparlament diskutierten so genannten Telekom-Paket, das Telekommunikationsanbietern die Speicherung sensibler Daten erlauben würde (aktuelle Infos hierzu beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung), lässt zumindest hoffen.
29.01.2009
1 Kommentare:
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Das beste kommt erst noch: Kinder Prominenter sollen nicht erfasst werden ... http://www.heise.de/newsticker/Grossbritannien-Umstrittene-Kinderdatenbank-ohne-Kinder-von-Prominenten--/meldung/122524
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