27.02.2009

So geht es doch auch: "freundliche" Abmahnung der "Villa Kunterbunt" in Bammental

Ein Spielzeugladen in Bammental, der sich "Villa Kunterbunt" nannte, wurde von der Erbengemeinschaft der Autorin Astrid Lindgren aufgefordert, sich einen anderen Namen zu suchen. Denn an diesem Namen hält die Erbengemeinschaft Urheber- und Markenrechte.

Das Schreiben der deutschen Anwaltskanzlei war laut Meldung der Rhein-Neckar-Zeitung freundlich gehalten - und ohne Androhung finanzieller Konsequenzen.

Der sachbearbeitende Anwalt wird dabei so zitiert:
"Nur im kommerziellen Bereich komme es zu Lizenzzahlungen, erklärte Dr. Graef weiter. Die Höhe hänge vom Umsatz und von der Art des Unternehmens ab. Man gehe gegen Verletzer in abgestuften Schritten vor, erst auf der dritten und vierten Stufe folgten Abmahnungen oder gar eine einstweilige Verfügung, die laut Gesetz bei Nichteinhaltung eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Euro nach sich ziehen könne. "So freundlich ist sonst keiner. Jeder bekommt bei uns die Chance, sich rechtstreu zu verhalten", sagte Dr. Graef."
In einer Welt, in der viele Kollegen häufig mit Kanonen (hohen Abmahn-Gebühren) auf Spatzen (nicht oder kleingewerbliche Internetanbieter) schießen, ist das doch wirklich erfreulich zu hören. Da könnte sich mancher Kollege mal eine Scheibe abschneiden...

Update - Astrid Lindgren ist auch noch für eine weitere Meldung gut: Das beck-blog vergleicht die Idee einer Privatstraßenmaut auf Sylt mit den Geschichten des Michel aus Lönneberga.

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