28.05.2009

Amerika hat es besser? Auf LawBidding.com bewerben sich Anwälte um konkrete Mandate.

Hierzulande können bisher ja nur z.B. Handwerker Aufträge online ersteigern - myhammer.de machts möglich. Aber Rechtsanwälte?

In Amerika ist nun auch dieser Schritt getan: Auf LawBidding.com können Rechtssuchende ihre Fälle schildern, und Anwälte bieten dann einen Preis hierfür an. Immerhin: Der Rechtssuchende hat die Wahl, welchen der um seinen Fall buhlenden Juristen er beschäftigen will - es muss nicht unbedingt der billigste sein. Es handelt sich, wie der Anbieter in seinen FAQ ausdrücklich betont, nicht um eine Auktion, sondern nur um eine Möglichkeit, sich vorab über die wohl zu erwartenden Kosten zu informieren.

Eine gute Idee?

Kollege Marian Härtel berichtet in seinem Blog rechtmedial von der Schwierigkeit, Mandanten insbesondere im Bereich wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen die Wahrheit über diese Kosten näher zu bringen - und über die teilweise bis ins Kriminelle reichenden Methoden anderer Kollegen, diese Kosten für den (zukünftigen) Mandanten möglichst gering zu halten. Eine Plattform wie LawBidding.com würde solcherlei Methoden wohl eher noch Vorschub leisten...

Auf der anderen Seite ist es natürlich für den Rechtssuchenden eine bequeme Möglichkeit, sich einmal ein Bild über seine Situation zu verschaffen.

Mich würde ja mal interessieren, wie Kollegen über eine solche Lösung denken. Die Kommentarfunktion steht natürlich jedem offen...

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