Neue Idee der Mobilfunkanbieter: Buttonlösung für über das Handy abgeschlossene Verträge
Liebe iPhoner,
liebe Handy-Telefonierer,
einen Mittelefonierer hat´s erwischt: Er hat ein Abo für immerhin 4,99 Euro die Woche abgeschlossen, ohne es zu merken.
Wir gehen davon aus, dass dies folgendermaßen vonstatten ging:
- Einige Apps (free Apps) sind werbefinanziert. Das heißt, dass bei der Nutzung der App Werbung eingeblendet wird. Diese wiederum ist häufig mit einem Link ins Internet verknüpft.
- Offenbar ist unser Mittelefonierer unbeabsichtigt auf eine solche Werbung gekommen (vermutlich bei der Nutzung eines kostenlosen Routenplaners) - und das Abo war abgeschlossen.
- Hierüber wurde er dann durch eine SMS-Nachricht informiert. Die Nachricht über ein nichtbestelltes Abo hat ihn stutzig gemacht - wohl zurecht!
Die App-Entwickler haben damit übrigens meines Wissens nichts zu tun - die Werbung wird häufig von unabhängigen Firmen "eingestreut" - und hierunter sind wohl auch entsprechende schwarze Schafe.
Bitte achten Sie daher in jedem Fall auf solche Nachrichten und löschen Sie diese nicht, damit man die Angelegenheit nachvollziehen, die Abos beenden und ggf. gegen den Anbieter vorgehen kann.
Es gilt, was generell bei der Nutzung von neuen Medien gilt: Halten Sie bitte immer die Augen offen.






Und das, wo Apples Zulassungsverfahren doch angeblich so strenge Anforderungen stellt...
AntwortenLöschenDie Banner kommen nicht von Apple, sondern von einem Anzeigennetzwerk wie Admob. Die verlangen scheinbar von den Entwicklern die Integration des "AddressBook.frameworks" in ihre Apps. Dieses Framework ist eigentlich dazu da, dass Programme auf iPhone-Ebene auf das Adressbuch zugreifen können, z.B. um direkt eine E-Mail zu adressieren usw.
AntwortenLöschenUnabhängig davon gibt es scheinbar auch die Möglichkeit, dass die Mobilfunknummer vom Netzbetreiber an den Bannerkunden übertragen wird.
Beides Aussagen von Entwicklern, die ich selbst nicht prüfen kann aber nicht unschlüssig erscheinen.
@chris:
AntwortenLöschenDas habe ich auch in einem Forum gelesen - da hat sich der Entwickler einer App zu Wort gemeldet und sein Leid geklagt, wie genervt er von Supportanfragen sei, die dieses - durch ihn letztlich nicht verursachte - Problem zum Inhalt hatten.
@iMacLawyer:
ob also Apple selbst etwas dagegen unternehmen kann, ist fraglich. Es ist wie immer: Es gibt Möglichkeiten in einem Programm und diese Möglichkeiten können im Guten oder auch im Schlechten genutzt werden.
Ist es nicht, ähnlich wie bei entsprechenden Verfahrensweisen im "stationären" Internet, so, dass im Zweifel überhaupt kein Vertrag zustande kam...?
AntwortenLöschenIch erinnere mich da an verschiedene Angebote für Landkarten, IQ-Tests, etc., die einerseits alle von der gleichen ominösen Briefkastenfirma stammen und deren AGB am Ende einer Kontrolle nicht stand halten konnten, da sie nicht wirksam einbezogen werden konnten.
Hat also, wer versehentlich auf ein Banner in einer iPhone-App klickt, überhaupt eine Zahlungsverpflichtung?
@Flavio Trillo:
AntwortenLöschenGuter Einwand, ich denke das es sich hierbei um ähnlich gelagerte Fälle handelt. Auf jeden Fall sollten Betroffene die Kosten nicht zahlen, im Zweifel mit dem Mobilfunkbetreiber sprechen das der Posten aus der Rechnung rausgerechnet wird.
Außerdem kann man wohl diese Dienste Dritter auch sperren lassen.
Empfehlenswert wäre in jedem Fall auch eine Kontaktaufnahme mit der Verbraucherschutz-Zentrale, die haben gute Informationen zu solchen Themen.
AntwortenLöschenViele dieser "schwarzen Schafe" sind dort bereits bekannt, außerdem gibt es Muster-Briefe, die man denen schicken kann, falls eine Mahnung oder gar Post vom Inkasso-Büro kommt.
Blos nicht von unflätigen Drohungen mit Gerichten und dem üblichen "das könnte noch schlimm für Sie enden" einschüchtern lassen!
@Flavio Trillo
AntwortenLöschenMeines Erachtens besteht hier wirklich keine Zahlungsverpflichtung. Das Unangenehme ist nur, dass das Ganze ja über die Telefonrechnung abgerechnet wird. Viele merken das erst spät oder gar nicht (erinnert sich noch jemand an avanio?). Dann muss man das Geld, das von der Telefongesellschaft ja erst einmal eingezogen wird, zurückfordern, den richtigen Ansprechpartner finden und und und.
Das sind alles eher tatsächliche als rechtliche Probleme - aber extrem nervig!
Hallo, für alle, die etwas gegen die Abo-Abzocke tun wollen: Ich habe eine öffentliche Petition im Deutschen Bundestag zum Thema Kundenschutz im Telekommunikationsbereich (Stichwort Abofallen) eingereicht, die heute zur Mitzeichnung geschaltet wurde unter
AntwortenLöschenhttps://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=40841ddcb9f640c3edbe2e6e9ce84475&action=petition;sa=details;petition=12924
Freue mich über rege Beteiligung!
F. Johannsen
mich hats leider auch erwischt. wunderte mich die ganze zeit warum meine zusätzlichen kosten von tag zu tag steigen. jetzt hab ich gott sei dank diese sperre von t-mobile reinmachen lassen. das ist echt der hammer.
AntwortenLöschen@Anonym:
AntwortenLöschenAchtung - es kann sein, dass die Sperre nicht gilt für bereits abgeschlossene Verträge. Achten Sie darauf in Ihrer nächsten Rechnung und kündigen Sie den (vermeintlichen) Abovertrag sicherheitshalber (dazu: Anfechtung und Widerruf).
Mir werden seit 31.10.2010 monatlich € 19,96 für "Leistungen MAM Mobileandmore GmbH" im Rahmen meiner Telekom-Rechnung (iPhone) abgebucht. Aufgrund des relativ geringen Betrages ist es mir erst mit mehrmonatiger Verspätung aufgefallen. Weder habe ich aktiv irgend einen Vertrag mit MAM geschlossen, noch habe ich ein Abo oder ähnliches verlangt. Es gab auch keine SMS, die einen derartigen Abschluss bestätigte oder Rücktrittsrechte erläutert. Beim Telekom-Kundendienst habe ich inzwischen Drittanbieter sperren lassen, allerdings erklärt sich die Telekom für den genannten Fall als unzuständig.
AntwortenLöschenIch hatte nach IPhone Nutzung plötzlich 19,90 € Anteile auf der Telekom Rechnung von einer sogenannten "In-telegence", die behaupten, ich hätte angeblich ein Abo bestellt, was natürlich nie der Fall war. Nach der Sperrung des Telefones für Drittanbieter (problemlos per Telefon beauftragt) und der Drohung an IN telegence mit meiner Rechtsschutzversicherung wurde das Abo per SMS als ausnahmsweise gekündigt dargestellt. Die bereits abgebuchten Beträge waren nicht zurüchzubekommen. Der Eigenanteil der Rechtsschutzversicherung wäre ähnlich hoch gewesen, somit lohnte sich der Rechtssterit eher nicht. Fazit: dringend Tarife/Telefone von vorne herin für Drittanbieter sperren lassen.
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