16.06.2010

Vorauskasse: 46.000,- Euro Schaden.

Noch vor ein paar Tagen hatte ich auf eine Studie des Bundesinnenministeriums hingewiesen, dass Internet-Betrug auf dem Vormarsch ist.

Wie Recht sie haben: Einen krassen Fall schildert jetzt die Polizei Mannheim:

Ein französischer Autohändler hat übers Internet ein Auto bestellt - einen schicken BMW X6. Der Anbieter, er nannte sich "Jan Hercik", verlangte Vorkasse, weswegen der Autohändler die stolze Summe von 46.000,- Euro an ihn überwies. Danach tat sich nichts mehr, ein Kontakt zum Verkäufer war nicht mehr möglich, natürlich wurde auch das Fahrzeug nicht geliefert.

Das Konto war auch schon leer, Herr "Hercik" hat das Geld nämlich umgehend in einer Filiale der Volksbank Mannheim abgehoben. Dabei wurde er von der Überwachungskamera geknipst, was ein paar leidlich verschwommene Bilder erbrachte (z.B. hier und hier).

Es bleibt dabei: Vorauskasse ist ein gefährliches Geschäft. Nutzen Sie, falls es angeboten wird, - auch wenn es umständlicher oder ggf. teurer ist - lieber die Nachnahme oder am besten natürlich die Zahlung auf Rechnung. Wenn Sie schon gezahlt haben, ist es sinnvoll, schnell zu handeln, damit mögliche Spuren nicht verwischt werden.

1 Kommentare:

  1. Ich bin nun ja auch einer der gerne per Vorauskasse bezahlt, da es einfach meistens günstiger ist.
    Aber es gibt aus meiner Sicht eine einfache Grundregel dabei, nur bei kleinen Summen was bei mir so 100€ entsprechen.
    Da Ausnahmen gerne die Regel bestätigen, bei bekannten seriösen Händlern bezahle ich auch noch bis 1000€ mit Vorkasse, evtl sogar mehr.

    Wer aber als Händler bei scheinbar dubiosen privat Personen Vorkasse bezahlt und das auch noch 46.000€ hat scheinbar ein bisher nicht angreifbares Menschen Vertrauen gehabt zu haben.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über Ihre Kommentare. Bitte halten Sie sich aber an die Netiquette - keine Beleidigungen, keine Beschimpfungen, keine rassistischen, sexistischen oder sonstwie diskriminierenden Äußerungen, bitte. Ich behalte mir vor, Kommentare zu kürzen oder zu löschen und weise darauf hin, dass die in Kommentaren geäußerten Ansichten nicht unbedingt meinen entsprechen.