19.07.2010

Bild-Rückwärts-Suche - Eldorado für Urheber, Abmahner, Egomanen?

Eine schöne Idee: Eine Suchmaschine, mit der man nach Bildern suchen kann - und zwar nicht anhand von Suchworten wie bei der Google-Bildersuche, sondern anhand von Bildern.

Die Idee ist simpel: Ich möchte wissen, ob ein Bild, das ich verwenden möchte, bereits anderweits verwendet wird, ob es das Bild noch in besserer Auflösung gibt oder ob es modifizierte, veränderte Versionen des Bildes gibt. Ich lade also das Bild beim Anbieter TinEye hoch oder gebe eine bekannte Internetadresse (URL) an. Und bekomme als Suchergebnis all diejenigen URLs, unter denen das Bild oder eine veränderte Version davon ebenfalls veröffentlicht wurde. Das Ganze gibt es übrigens auch als Plugin für Firefox.

TinEye hat mittlerweile nach eigenen Angaben 1.630.532.499 Bilder für die Suche indiziert (Stand: 19.07.2010).

Interessant für Menschen, die gerne abmahnen, wie ich denke: Will beispielsweise ein Anbieter für Kochrezepte schauen, ob seine Bilder von leckeren Gerichten auch von anderen genutzt werden, ist es nunmehr ein Leichtes, diese Plagiatoren ausfindig zu machen und ihnen eine entsprechende Bitte um Unterlassung zukommen zu lassen.

Gut auch für diejenigen, deren Foto beispielsweise unerlaubt verwendet worden ist. Ich denke vor allen Dingen an Jugendliche, die in der Schule mithilfe von Handy-Fotos gemobbt werden. Sie können nunmehr etwas leichter herausfinden, ob und wo das Foto veröffentlicht wurde, um dann entsprechend hiergegen vorzugehen.

Und natürlich wunderbar für alle Egomanen, die wissen möchten, wie oft ihr Konterfei das Internet ziert.

Zumindest der Anfang ist gemacht. Mal sehen, wie sich das im täglichen (Abmahn-)Leben auswirken wird...

Hinter TinEye steckt übrigens die Idée Inc. aus Kanada - und Kunden der Firma sind beispielsweise Associated Press, Adobe Systems, eBay, Getty Images, iStockphoto und mehr. Und den Dienst kann man unter tineye.com ausprobieren.

1 Kommentare:

  1. Der Dienst ist dafür vollkommen überflüssig.

    Die Suchtiefe ist viel zu gering, das kann Google besser.

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