Gerade jetzt, nach der Urlaubszeit, wird manchen wohl ein Schock ereilen, wenn er die Handyrechnung liest. Geschichten von Menschen, die mit den falschen Tarifoptionen im falschen Moment ihre Handys oder Smartphones genutzt haben und auf einmal Tausende von Euro zahlen sollen, machen die Runde. Und diese Geschichten sind kein Einzelfall und machen auch vor Promis nicht halt, wie auch der Fall des "Kai D. aus B." zeigt (vgl. hier bei der taz und hier bei YouTube).
Pointiert hat das Marcus Rohwetter bei der ZEIT auf den Punkt gebracht. "Liebe Halsabschneider" ist sein offener Brief überschrieben, mit dem er sich an die Telefonanbieter wendet. Er ärgert sich darin über den Werbeanspruch der grenzenlosen Mobilität und die grausame Wirklichkeit der Privatinsolvenz bei Handynutzung.
Prädikat: Sehr lesenswert!
Das juristische Problem dabei ist, dass man diesen Horrorforderungen nur selten etwas entgegen setzen kann. Die jetzt eingeführten Roaming-Höchstgrenzen helfen da nur bedingt: Der Deutschen liebstes Urlaubsland, die Türkei, ist von dieser Regelung beispielsweise nicht betroffen. Hier können die Unternehmen also noch unbeschränkt hinlangen.
Dennoch sollte man sich wohl nicht seinem Schicksal ergeben, wenn man nach dem Urlaub eine derart hohe Rechnung vorfindet. Wichtig ist, der Rechnung innerhalb der gewährten Frist von mindestens 6 Wochen zu widersprechen. Und dann sollte man versuchen, mit der Telefongesellschaft einen Kompromiss zu finden - oder aber, bei unberechtigten Forderungen - hiergegen vorgehen.
[Update 01.09.2010] Auch die Stiftung Warentest hat aktuell etwas zu Datentarifen fürs Handy geschrieben.
01.09.2010
Recht, lesenswert: Handygebühren, Roaming, mobiles Surfen. Gerade nach dem Urlaub ein wichtiges Thema.
von
Rechtsanwalt Sebastian Dosch
Labels:
Dienstleistungsvertrag,
DSL,
Handyvertrag,
Provider,
Verbraucherschutz
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)





0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freue mich über Ihre Kommentare. Bitte halten Sie sich aber an die Netiquette - keine Beleidigungen, keine Beschimpfungen, keine rassistischen, sexistischen oder sonstwie diskriminierenden Äußerungen, bitte. Ich behalte mir vor, Kommentare zu kürzen oder zu löschen und weise darauf hin, dass die in Kommentaren geäußerten Ansichten nicht unbedingt meinen entsprechen.