12.10.2010

Die Technik hinter der App-Zocke

Ich hatte schon hier und hier darüber berichtet, wie mit werbefinanzierten Apps die Geschichte der Abofallen und Dialer auf Smartphones fortgeschrieben wird.

Jetzt hat die Computerzeitschrift c´t die technischen Hintergründe recherchiert. Wie vermutet, steckt hinter alldem das so genannte WAP-Billing. Die Mobilfunkanbieter spielen den Abofallenbetreibern also in die Hand, indem sie - in datenschutzrechtlich durchaus umstrittener Art und Weise - die Telefonnummer zur SIM-Karte ihres Kunden übermitteln. Und dann wird über die Handyrechnung abgerechnet, der Mobilfunkbetreiber dient als Inkassostelle.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Mobilfunkanbieter nach einer Drittanbietersperre - das könnte dem Spuk ein schnelles Ende bereiten bzw. würde es zumindest den Anbietern der Abofallen das Eintreiben ihrer Forderung wesentlich erschweren. Telekom und Vodafone bieten eine solche Drittanbietersperre bereits an, E-Plus und O2 sollten ihr Angebot hier noch verbessern.

c´t-Artikel: Inkasso auf Fingertipp - Tückische Abofallen in iPhone- und Android-Apps

3 Kommentare:

  1. Ich bin Opfer einer solchen Abofalle geworden!
    Habe bei der Telekom zwar die Drittanbieter sperre einschalten lassen, bin aber bis jetzt auf den Kosten sitzen geblieben. Sind zwar "nur" 25 EUR aber das völlig unrechtmäßig. Telekom sagt, ich muss zahlen! Ist das rechtens, oder kann ich jetzt einfach die Buchung zurückrufen und nur den rechtmäßigen Teil der Rechnung erneut überweisen. Kann die Telekom mir einfach den Zugang sperren?

    Gruß,
    ein Opfer

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  2. Wie kann denn trotz Drittanbietersperre ein Drittanbieter bei Ihnen abbuchen? Haben sich hier Beantragung der Sperre und Abbuchung überschnitten? Ansonsten sollte die Telekom erläutern können, warum es zur Abbuchung kommen konnte...

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  3. Hatte die Drittanbietersperre erst setzten lassen nachdem ich bemerkt hatte, was da eigentlich passiert ist. Als ich die seltsamen "aufgelaufenen Zusatzkosten" das erste mal bemerkte, lief mein Abo schon 3 Wochen (war über diese Zeit im Ausland und habe meine Rechnungen nicht kontinuierlich abgerufen - wegen roaming!).
    Bei der Telekom sagte man mir, man könne nicht in die laufende Rechnung schauen und ich müsste warten, bis ich das Rechnungs-PDF erhalte. Somit hatte ich das vermeintliche "Abo" 5 Wochen laufen, bis ich herausfinden konnte, dass ein Inkassounternehmen namens "Ericsson IPX" (äusserst berüchtigt im Netz!) daran beteilgt war. Nun ware aber schon 5 Wochen "gebucht". Der eigentlich Drittanbieter war ein unternehmen mit dem Namen "Carmunity.de". Angeblich hatte ich ein Sex-Video-Flatrate-Abo laufen. ich konnte zwar direkt kündigen, aber meine Kohle war futsch und alle Beteiligten stellten auf Durchzug. Der Anbieter behauptet nach wie vor alles sei rechtens und das Geld könne nicht zurücküberwiesen werden. Die Telekom sagt, ich müsse zahlen, weil man ja nur der Rechnungssteller sei und sonst die Telekom auf dem Schaden sitzen bleiben würde. Was nun? Einfach dabei belassen? Das kann ja wohl nicht sein!

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