----------------
Die Blogger zwitschern zum #JMStV.
Mancher hat beschlossen, seinen Blog zu schließen (z.B. hier, hier, hier und hier - oder hier)
Manch einer denkt darüber nach (z.B. hier, hier, hier und hier).
Auch Profis sind ratlos. Und beim Experiment zur Alterseinstufung von Webseiten nach dem JMStV des AK Zensur kann man mal selbst versuchen, Inhalte einzuschätzen. Die "Auflösung" durch einen Profi öffnet dann manche Augen.
Oder zynisch (hier und hier). Und - etwas off topic - hier
"Wir können alles - außer Internet" - wird in Anlehnung an die baden-württembergische Sympathiekampagne geschrieben.
Ist es wirklich so schlimm? Ist der (noch nicht endgültig verabschiedete) Jugendmedienschutz-Staatsvertrag so schlimm? Hierzu haben so viele schon so viel geschrieben, dass ich hier nur auf die lesenswertesten Artikel hinweisen möchte:
- Prof. Thomas Hoeren zum "Jugendmedienstaatsvertrag und Altersfreigabe im Internet" - sehr lesenswert, um ein wenig die Panik zu verlieren [Update 01.12.2010]
- 17 Fragen zum neuen JMStV von Thomas Schwenke und ein paar lesenswerte Kommentare dazu (und hier und hier)
- Die 14. JMStV–Novelle: Eine technische Betrachtung von der Piraten-Partei NRW und vom OnlineManagementKontor: Label‐Formate für die Altersklassifizierung in Telemedien
- Die verfassungskonforme Auslegung des JMStV von Jens Ferner - für alle, die einen Lichtblick sehen wollen
- Eine Synopse (Gegenüberstellung) der aktuellen und der geplanten Version beim JMStV-Wiki
- ...und eine Lesefassung des Vertrags bei Telemedicus
- Gedanken einer Psychologin dazu, wie der JMStV Kindern schaden wird
- Warum die Porno-Branche nichts gegen den neuen Staatsvertrag hat, kann man beim AK Zensur unter dem Titel "Die Telekom, die „Satansweiber von Tittfield“ und ein Interessenkonflikt" lesen
- Robert Basic schreibt dont panic, Blogger brauchen keine Alterskennzeichen
- und natürlich die immer lesenswerten Gedanken des Kollegen Thomas Stadler zum Thema - samt trotzigem Statement "Mein Blog bleibt online", dem sich auch Archivalia anschließt
-------
Updates 16.12.2010
Nachdem es nunmehr ein wenig ruhiger geworden ist, heute (bzw. schon gestern) besondere Nachrichten:
- netzpolitik.org: JMStV in NRW gestoppt und dem wichtigen Aufruf: "Nach dem Vergnügen kommt die Arbeit"
- und noch ein Aufruf von isotopp (dessen Blog wegen des JMStV offline ging): "Es geht nicht um JugendmedienSCHUTZ. Schon das Wort ist falsch. Das kann 2010 nicht funktionieren. Es hat schon 1996 nicht funktioniert. Was wir brauchen ist JugendmedienERZIEHUNG. Durch Menschen. Mit Werten und Überzeugungen."
- pottblog.de: Andreas Krautscheid (CDU) begründet die Ablehnung zum umstrittenen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) inhaltlich und kritisiert die rot-grüne Landesregierung in NRW
- und eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. meldet: Jugendschutz im Internet ist notwendig: die vergebene Chance - Staatsvertrag scheitert an Gerüchten
- und Kurt Beck: "Ich bin fassungslos, dass die CDU ihre Machtspiele in der Opposition auf dem Rücken unserer Kinder und Jugendlichen austrägt." mit Hinweis auf Winnenden und Wendlingen und der Ankündigung von Sperrverfügungen
- WDR erklärt in einer Reihe die Hintergründe zum JMStV
- netzpolitik.org zeigt in "Die Woche der Entscheidung" - alle Termine zum JMStV
- Der Leipziger Eltern ans Netz e. V. hat die Nase langsam gestrichen voll
- JMStV gehackt!
- Das "Ministerium für Internet" nimmt die Arbeit auf unter www.jugendmedienstaatsvertrag.de
- Thomas Stadlers Internet-Law zum parteipolitischen Kasperletheater
- Die IT-Recht-Kanzlei fragt: "Webseite kennzeichnen statt Altersverifikation?"
- Rhein-Zeitung: Jugendschutz-Vertrag gegen das Netz: Der Wirbel aus verschiedenen Perspektiven
mit Kommentaren von - Telepolis meldet: "Berliner Linkspartei winkt JMStV durch"
- Update der Infografik von Telemedicus
- Heißer gekocht als gegessen sagt Der Gute Tipblog (oops, schon seit 30.11. online - sorry, erst heute gesehen)
- Die Profiteure des JMStV: Angebot der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) für Online-Spiele
- Was für ein verlogenes Kasperletheater: Bericht von der Medienausschussitzung zum 14. Jugendmedienschutzstaatsvertrag im Abgeordnetenhaus Berlin bei Zivilschein
- Beitrag der Netzreporter (DRadio Wissen): Der gute alte Rundfunk und das Internet
- Katholische Junge Gemeinde KjG: „Echter Jugendmedienschutz geht anders“
- Lafontaines Linke zum JMStV in Brandenburg
- Das Handelsblatt veröffentlicht ein Pro&Contra zum Thema - Angelica Schwall-Düren vs. Alvar Freude
- spiegel-online meldet: Nur fünf Prozent der Kids stolpern im Web über Sex
- Von @schwenke und @telemedicus kommt der ultimative Flow-Chart zum neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag
- Was passiert, wenn SPD und Grüne in NRW sich bei der Abstimmung über den JMStV gemeinsam enthalten, fasst netzpolitik.org zusammen
- Der Journalist Daniel Bröckerhoff nennt drei Gründe, warum der Netz-Protest so schwer fällt
- Kollege Solmecke bringt Tipps für Webmaster wegen der vorgesehenen Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages
- Das ist gut: Überschrift "Gesellschaft für Informatik fordert wirkungsvolleren Jugendschutz" - im ersten Satz dann: "Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) fordert die Landesparlamente dringend auf, den neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder (JMStV) nicht zu beschließen, weil er für den Jugendschutz wirkungslos ist."
- Thomas Stadler: Denn Sie wissen nicht, was Sie tun
- c't aktuell: Altersfreigaben fürs Web - Jugendschutz im Web bald mit Kennzeichnungspflicht?
- AK Zensur sagt: Wir lehnen den #JMStV ab - und ihr? http://jmstv-ablehnen.de
- Hier wirds technisch: Neuer META-Tag für den JMSTV
- Interview des "inoffiziellen Beauftragten der Piratenpartei für den JMStV" bei der flaschenpost
- netzpolitik.org zum Interview mit Stefan Engeln: JMStV für Zyniker: Sendezeiten für Katzenbilder?
- Violandra Temeritia von Ávila aka @fraeulein_tessa bei faz.net: Liebling, du hast die Kinder vergessen u.a. mit dem lesenswerten Statement "nichts scheint dem öffentlichen Diskurs, der Politik, den Eltern rätselhafter als die modern benannten Nachkommen"
- 18-seitige Stellungnahme des AK Zensur für den Saarländischen Landtag mit der Forderung: "Da der derzeit geltende Jugendmedienschutz-Staatsvertrag keine Schutzlücke hinterlässt, der vorliegende Entwurf den Jugendschutz nicht stärkt sondern zu Lasten kleiner und privater Anbieter sogar schwächt und bei einer Ablehnung der Novelle der bisherige JMStV weiter gilt, bitte ich Sie, dem Gesetz über die Zustimmung zum 14. Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge nicht zuzustimmen."
- Lesefassung des Vertrags bei Telemedicus
- Die 14. JMStV–Novelle: Eine technische Betrachtung von der Piraten-Partei NRW
- OnlineManagementKontor: Label‐Formate für die Altersklassifizierung in Telemedien
- Kollege Udo Vetter macht sich 1.503 Wörter lang lesenswerte Gedanken und kommt zum Schluss "Blogger können leidlich gelassen bleiben" - und in Antwort darauf stellt Telemedicus die Frage "Nachrichten-Privileg für Blogger?"
- Die Seite techeye.net wirft ein kritisches Auge auf "the world´s dumbest internet law"
- Das Pottblog nimmt Udo Vetter und Robert Basic auseinander
- ähnlich Stefan Engeln - er spricht von lässlichen Einlassungen
- trotziges Statement von Thomas Stadler "Mein Blog bleibt online", dem sich auch Archivalia anschließt





Danke für die Linksammlung, ich bin der Meinung, dass das Gesetz zwar für kommerzielle Anbieter eine Kathastrophe ist, dass kleine private Blogs aber nicht viel zu befürchten haben: http://bearbeiter.blogspot.com/2010/11/jugensmedienstaatsvertrag-keine-panik.html
AntwortenLöschenUnter http://www.facebook.com/?ref=logo#!/notes/teclegal-rhein-main-rechtsanwalte/was-bedeutet-die-diskussion-um-den-neuen-jmstv-fur-meine-webseite/172334656121594 gibt es eine weitere Einschätzung des in Twitter-Kreisen bekannten Kollegen Schmidt.
AntwortenLöschenweitere informationen und links zu den problematiken des jugendschutzes im internet
AntwortenLöschen