10.12.2010

Abofallen und Suchmaschinen, eine verhängnisvolle Allianz

Um Verbraucher ´reinzulegen, betreiben Abofallen einen hohen Aufwand - sie müssen nämlich gewährleisten, bei häufig genutzten Suchbegriffen wie z.B.
Rezepte, Fabrikverkauf, Outletstore, OpenOffice, Firefox, kostenlos, Adventskalender, Hausaufgaben, IQ, Software, Mitfahrzentrale
in den Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo ganz vorne dabei zu sein. Man sollte meinen, das geht nur, wenn man eine tolle Seite erstellt mit tollem und passendem Inhalt und dazu noch von vielen anderen Internetseiten verlinkt wird.

Mitnichten. Es genügt, ganz einfach ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen, um die Trefferlisten anzuführen. Denn die Trefferlisten beispielsweise in Google sind aufgeteilt in Werbeanzeigen (ganz oben und rechts) und in "echte" Suchergebnisse. Ich hab hier mal nach "Weihnachtskarten" gegoogelt  und die Werbeanzeigen (sowie das kleine Wörtchen "Anzeige") mit roter Umrandung hervorgehoben:

Google-Suchergebnis für "Weihnachtskarten" - erst der Eintrag "Weihnachtskarten Shop - Rund 100 Weihnachtskarten zur Auswahl" ist ein "echtes" Suchergebnis. Alle anderen sind bezahlt.
Das sehen viele Internetnutzer nicht - oder es ist ihnen egal. Aber bei dem obigen Beispiel weiß man nicht so genau, was einen hinter dem Link erwartet: Die Anbieter haben diese Positionierung nämlich bezahlt.

Wie das geht, hat die Sat1-Sendung Akte 2010 mal genauer gezeigt. In diesem Mitschnitt wird gezeigt, wie eine völlig inhaltslose Seite zum Thema Adventskalender binnen Minuten zum Top-Angebot in Google gemacht wurde.

Wenn Sie die Werbeanzeigen bei Google (und auf sonstigen Seiten) nicht sehen wollen und den Browser Firefox nutzen, gibt es ein einfaches Mittel: Installieren Sie die Erweiterung Adblock Plus - auf diese Art und Weise bleiben Sie von nerviger Werbung auf Google und sonstwo verschont. Dieselbe Suche in Google sieht nach der Installation dann so aus:

Dieselbe Suche mit installiertem Werbe-Blocker

Und natürlich gilt hier wie immer der Rat: Achten Sie genau darauf, welche Seiten Sie im Internet öffnen und wo Sie Ihre Daten angeben. Das ist immer noch der besten Schutz.

Links:

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über Ihre Kommentare. Bitte halten Sie sich aber an die Netiquette - keine Beleidigungen, keine Beschimpfungen, keine rassistischen, sexistischen oder sonstwie diskriminierenden Äußerungen, bitte. Ich behalte mir vor, Kommentare zu kürzen oder zu löschen und weise darauf hin, dass die in Kommentaren geäußerten Ansichten nicht unbedingt meinen entsprechen.