It´s not a bug, it´s a feature!
Das iPhone - handytypisch ausgestattet mit einem nur recht kleinen Bildschirm - ermöglicht es Webseiten, die störenden Adresszeilen auszublenden, um so mehr Platz für Inhalte zu haben. Praktisch, eigentlich.
Praktisch, dachten sich auch einige Betrüger, die das Feature dazu nutzen, Surfer hereinzulegen. Diese werden per Link aus einer App auf eine vermeintlich vertrauenswürdige, in Wahrheit aber präparierte Seite geleitet. Dort wird die verräterische eigentliche Adresse ausgeblendet (z.B. www.ichwilldeingeld.xy), stattdessen wird an dieser Stelle eine Grafik gezeigt, die aussieht wie die Adresszeile, und in der eine vertrauenswürdige Adresse angezeigt wird (z.B. www.sparkasse.de). Der Nutzer glaubt also, auf der vertrauenswürdigen Seite zu sein und gibt hier beispielsweise seine Zugangsdaten für Onlinebanking ein - und schon ist die Falle zugeschnappt.
Ein Beispiel zeigt Nitesh Dhanjani auf seiner (englischsprachigen) Seite mit einem kurzen Video und Screenshots.
URL-Spoofing nennt man das, und es wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern, bis dieser Trick auch in Deutschland angewendet wird.
Wie man das Problem umgehen kann? Geben Sie einfach sicherheitskritische URLs lieber per Hand in die Adresszeile ein, anstatt Links in Apps dazu zu nutzen. Das ist ein wenig unbequemer, aber eben auch sicherer.
01.12.2010
Neues iPhone-Problem: Betrügerische Webseiten tarnen sich als vertrauenswürdig
von
Rechtsanwalt Sebastian Dosch
Labels:
Betrug,
Internetsicherheit,
iPhone,
Pharming,
Phishing,
SmartPhone,
Spoofing,
Verbraucherschutz
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)





0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freue mich über Ihre Kommentare. Bitte halten Sie sich aber an die Netiquette - keine Beleidigungen, keine Beschimpfungen, keine rassistischen, sexistischen oder sonstwie diskriminierenden Äußerungen, bitte. Ich behalte mir vor, Kommentare zu kürzen oder zu löschen und weise darauf hin, dass die in Kommentaren geäußerten Ansichten nicht unbedingt meinen entsprechen.