"Derzeit ist ein verstärktes Auftreten von Schadensfällen im Zusammenhang mit dem Online-Banking zu verzeichnen. In allen bekannt gewordenen Fällen kann festgestellt werden, dass sich Schadprogramme auf den genutzten Computern befunden haben. Über den genauen Infektionsweg liegen keine abschließenden Erkenntnisse vor. Die aktuelle Situation zeigt, dass die Schadprogramme durch die unbekannten Tatverdächtigen im Laufe der Zeit immer modifiziert wurden und für alle gängigen Geldinstitute entsprechend wirksam sind.
[...] Beim Aufruf der jeweiligen Seite des Geldinstitutes erhält der Nutzer ein PopUp-Fenster über die Oberfläche seines genutzten Browsers eingeblendet, über das er aufgefordert wird, die persönliche TAN-Liste in die Felder einzutragen.
Ein Verlassen dieses Fensters ist nicht möglich. Spätestens hier sollte der Bankkunde skeptisch werden, den Vorgang abbrechen und den genutzten Computer auf Schadprogramme untersuchen.
Für die Nutzung des Online-Banking-Verfahrens sind immer die auch von allen Geldinstituten veröffentlichten Sicherheitsregeln zu beachten.
Die Polizei rät:
Sicher zum Online-Banking
- Behalten Sie Ihre Daten für sich. Geben Sie keine PINs, TANs und sonstigen persönlichen Daten an Dritte weiter.
- Vorsicht vor Dateianhängen
- Klicken Sie nicht auf Dateien oder Links in E-Mails, deren Absender Sie nicht kennen, denn damit könnten sich Spionageprogramme auf Ihrem PC installieren.
- Tippen Sie die Adresse Ihres Geldinstitutes in die Browserzeile ein oder rufen Sie die Seite über die "Favoriten" auf. Klicken Sie nicht auf Links in Mails oder auf anderen Internetseiten, um zum Online-Banking zu gelangen.
- Verwenden Sie aktuelle Software
- Aktualisieren sie in kurzen Abständen Ihre Antivirensoftware und achten Sie darauf, dass Sicherheitsupdates für Ihr Betriebssystem installiert werden.
- Sollte der Bankkunde Zweifel an der Richtigkeit der dargestellten Webseite seines Geldinstitutes haben, erscheint es ratsam, auf die Eingabe von persönlichen Daten zu verzichten und sich mit seinem Geldinstitut in Verbindung setzen.
Rückfragen unter der der Tel.-Nr. Polizei Bielefeld (KK 25) 0521/5454540."
Hierzu ist noch zu sagen, dass mir ein Fall bekannt ist, in dem der Trojaner auch die Favoriten (Bookmarks) geändert hat - es ist daher immer darauf zu achten, was in der Adresszeile steht. Und achten Sie auch auf kleine Abweichungen: Die URLs "www.sparkasse.de" und "www.spar-kasse.de" können beispielsweise zu ganz verschiedenen Angeboten führen.





