14.01.2011

Branchenbuch-Abzocker drohen mit "Negativeintrag bei Google"

Ein Mandant sendet mir diesen - hm - Drohbrief eines Branchenbuch-Anbieters zu, mit dem er zur Zahlung der horrenden Forderung in Höhe von 1.082,90 Euro für ein Jahr in einem weitgehend nutzlosen Internetregister veranlasst werden soll:


Da das Rot zwar schön schockt, aber schlecht lesbar ist, habe ich mir erlaubt, den Text hier noch einmal abzuschreiben (Rechtschreib- und Punktionsfehler inklusive):
Sehr geehrter Kunde!


Zum wiederholten Male sind Sie vergeblich gemahnt worden Ihre offene Rechnung zu begleichen.


Bevor wir nun die leidige Angelegenheit an das zuständige Gericht zur Beitreibung weitergeben, sind unsere Juristen damit beschäftigt eine Negativeintragung Ihrer Firma bei Google zu überprüfen.

Dadurch könnten sowohl Ihr Bäcker um die Ecke, als auch Ihr Friseur oder Ihr Bankberater, Ihr Handyprovider, das Finanzamt, also praktisch jeder, problemlos und schnell erkennen, daß Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen aus abgeschlossenen Verträgen nicht nachkommen.


Sie können sich sicherlich selbst ausmalen, welche Wirkung das entfalten würde.


Sie sollten es nicht dazu kommen lassen.
Ich erspare mir an dieser Stelle einen Kommentar.

5 Kommentare:

  1. Oh ja, mit so einem online Branchenregister haben wir es auch just zu tun. Er fährt eine ganz ähnliche Masche. Nur ein roter Brief kam bisher noch nicht.

    Den Text für hier abzutippen ist gut, so finden eventuelle Googler den Brief wieder und erfahren so, dass es eine typische Masche ist.

    Mit einem "Negativeintrag" drohen... also ehrlich.

    Viele Grüße

    Matthias

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  2. Hihi, erinnert mich schwer an Dino und Luigi Vercotti aus diesem großartigen Monty Python Sketch (ab 1:28):
    http://www.youtube.com/watch?v=DNj1dXi-z0M

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  3. Methoden fast wie ehemals "Moskau Inkasso"

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  4. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  5. Leider bin auch ich auf diese Bande hereingefallen.
    Sie fälschen Formulare.
    Danach drohen sie mit Inkasso Verfahren

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