Sony Music, EMI, Warner und Universal, vier Big Player im Musikbusiness, wurden in Kanada verklagt, weil sie bei zahlreichen Veröffentlichungen offensichtlich "vergessen" hatten, die entsprechenden Rechte für die Veröffentlichung einzuholen. Wie laut.de meldet, hätten die Konzerne Kompilationen und Live-Alben auf den Markt gebracht, bei denen die Urheberrechte nicht geklärt waren. Die so veröffentlichten Titel wurden auf einer "pending list", also einer Liste mit noch nicht erledigten Angelegenheiten, eingetragen. Und dann hat man einfach versäumt, die Liste abzuarbeiten. Über 300.000 Titel kamen auf diese Art und Weise zusammen.
Die Kläger und die beklagten Musiklabel einigten sich schließlich auf die Zahlung von 34 Millionen Euro. Ein Schnäppchen, quasi, waren doch 4,5 Milliarden Euro eingeklagt worden (6 Milliarden kanadische Dollar, nämlich 20.000 $ x 300.000 Musiktitel, wie sich aus der Klageschrift ergibt).
Links:
- Pressemeldung der Musiklabel
- mehr Infos zu dem geschlossenen Vergleich unter www.pendinglistssettlement.com
- der kanadische Jura-Professor der University of Ottawa, Michael Geist zum Thema





Damit wissen wir ja dann, dass ein einzelnes Lied in Wahrheit nur ca. 115 € Wert ist.
AntwortenLöschenAlso kommt zeitnah zur Refinanzierung die nächste große Abmahnwelle? ;)
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