19.01.2011

Warum Spam funktioniert

Betrüger haben es im Internet wohl besonders leicht. Warum sonst werden immer noch tagtäglich Millionen von Spam-Mails versendet, teils mit haarsträubendem Inhalt, haarsträubenden Rechtschreibfehlern und haarsträubendem Anliegen? Doch nur, weil immer noch Menschen darauf hereinfallen.

Warum, das möchte nun ein Psychologe von der University of Exeter im Südwesten von England herausfinden, wie Spiegel Online berichtet. Er schrieb 10.000 E-Mails mit Lockangeboten und befragte dann diejenigen, die darauf reingefallen waren. Die Ergebnisse waren erstaunlich: Oftmals hatten die Angeschriebenen gute Kenntnisse in dem Bereich, um den es sich bei dem Mailthema handelte. Und die Opfer beschäftigten sich mit dem Inhalt der Mail - Unachtsamkeit lag also nicht vor.

Die betrügerischen Mails waren alle ähnlich aufgebaut:
  • Ein finanzieller oder emotionaler Gewinn wird in Aussicht gestellt.
  • Die Opfer sollen schnell handeln und niemandem etwas verraten.
  • Die Absender sind vermeintlich vertrauenswürdig.
  • Die Opfer sollen antworten, um sie emotional zu binden.
Beim BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) gibt es eine schöne Übersicht über häufig anzutreffende Spam-Mails. Und nigeria-connection.de bietet eine Liste von 650 Briefen, in denen den Empfängern große Summen versprochen werden, wenn sie afrikanischen Geschäftsleuten behilflich seien, riesige Dollarbeträge außer Landes zu schaffen.

Es gebe also nur einen Schutz: Man solle sich auf die Intuition verlassen und am besten solche E-Mails gar nicht lesen und schon beim ersten Verdacht auf Spam einfach löschen. Damit es solche Schlagzeilen erst gar nicht mehr gibt.

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