Es ist ja schon bekannt, dass Smartphones einen gewissen Datenhunger haben und gerne einmal auch Informationen an Dritte übermitteln, die besser in der Obhut des Nutzers blieben: Nur durch die Übermittlung der Telefonnummer an den Drittanbieter bei Klick auf eine App-Werbung kann dieser dann über die Telefonrechnung Abobeträge einziehen (wie hier beschrieben).
Die Drittanbietersperre löst dann zwar das Problem der ungewollten Abbuchungen - das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Gefahr der Übermittlung (zu) vieler Daten.
Über die Hälfte der iPhone-Apps übermitteln beispielsweise die Gerätenummer an die Entwickler der Apps oder Werbefirmen. Verknüpft man diese Nummer dann noch mit beispielsweise GPS-Daten, kann so leicht ein Bewegungsprofil des Handyträgers erstellt werden. Hiervor warnt ein Forschungsbericht der TU Wien, der jetzt bei futurezone.at und bei heise.de besprochen wird.
Adressbücher, Facebook-Daten, Bewegungsprofile - die Werbebranche reibt sich die Hände. Und SmartPhone-Nutzer werden gläsern. Dagegen soll zukünftig die Software "PiOS" schützen, die Datenlecks aufspüren kann. Noch ist diese jedoch nicht für die Öffentlichkeit erhältlich.
Im Übrigen berichtet die Zeitschrift PC World darüber, dass Apple sich derzeit einer Klage gegenüber sieht. Apple wird darin vorgeworfen, seine Kunden nicht ausreichend über die Verwendung der so genannten UDID-Seriennummer zu informieren. Mit einer solchen Nummer wird jedes mobile Apple-Gerät eindeutig bezeichnet, App-Entwickler können sie auslesen und damit z. B. wie oben beschrieben Nutzerprofile erstellen. Diese Daten lassen sich dann an Werbefirmen verkaufen. Im beck-blog kann über dieses Thema diskutiert werden.
02.02.2011
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