02.02.2011

O2 braucht keine Drittanbietersperre

Ich hatte bei O2 nachgefragt, ob es die Möglichkeit gebe, Drittanbieter zu sperren, um ungewollte Abbuchungen über die Telefonrechnung ("App-Zocke") zu verhindern. Hier ist die Antwort, die ich per E-Mail bekommen habe. Ich wundere mich nur, warum O2 das nicht öffentlich macht und an die große Glocke hängt...
"Guten Tag Herr Dosch,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Die Drittanbieter mit denen o2 Verträge geschlossen hat, sind dazu verpflichtet ein so genanntes Handshakeverfahren anzubieten. Dies bedeutet, dass der Anbieter verpflichtet ist, vom Kunden vor Buchung eines Dienstes immer ein zweites Mal, eine Erlaubnis einzuholen. Dies kann im WAP per Bestätigungsseite, per SMS oder auch im Internet per TAN geschehen.

Da auch uns das Thema Abofalle durch Werbebanner bekannt ist, haben wir bereits im November eine zusätzliche Sicherheitsstufe ergänzt. Bevor ein Anbieter über das so genannte WAP-Gateway eine Zahlung über o2 erhalten kann, wird der Kunde auf eine o2 eigene Seite umgeleitet auf der eine gesonderte Information und Bestätigung durchgeführt wird. Der Anbieter erhält nur dann die Daten des Kunden übermittelt wenn auf dieser Seite ein Einverständnis des Kunden abgegeben wurde. Daher sind o2 Kunden vor Abo-Fallen in Werbebanner geschützt. Uns ist bisher auch kein einziger Fall bekannt.

Wir verstehen darüberhinaus aber auch den Wunsch nach einer Drittanbietersperre und versuchen eine technische Lösung dafür zu finden."

E-Plus / BASE hat auf dieselbe Frage übrigen nur mitgeteilt, dass es keine Drittanbieter-Sperre gibt. T-Online bietet eine derartige Sperre an.

Ich weise zur Sicherheit noch einmal darauf hin, dass die Mobilfunkanbieter an einer befriedigenden Lösung arbeiten - wie ich hier berichtet hatte. Dann wird man das Thema auch bald ad acta legen können.

4 Kommentare:

  1. Ich weiss nicht wie Ihre Meinung dazu ist, aber ich finde diese Art legitim.

    o2 sagt das sie immer ein Einverständnis des Kunden erwarten, opt-in Verfahren, durch SMS, TAN oder eine Webpage.

    Damit ist doch allen Betrügereien ein Riegel vrogeschoben, da diese Drittanbieterkosten entstehen weil die Provider abbuchen lassen ohne ein direktes Einverstänndis des Kunden.

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  2. Wie schon gesagt, ich finde diese Art der Abwehr von Betrügereien sehr gut und vorbildlich und frage mich deswegen, warum das nicht besser vermittelt wird. Großes Lob also an O2 (nein, ich beteilige mich nicht am Bloggergate und bekomme für diese Aussage auch kein Geld)

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  3. Sehr geerhter Herr Dosch,

    gibt es da keinerlei Handhabe diesen Machenschafte als 02 Kund und Laie einen Riegel vorzuschieben. Ist es laut datenschutrechtlichen Gesetzen überhaupt zulässig, dass sog Dirttanbieter unerlaubt auf mein Handy zugreifen können? Ebenso wie kann es angehen, dass zum Bsp. 02 die Frechheit besitzt Dienste abzurechnen (sog. Mehrwertdienste) , wo ich nur eine Einzugsermächtigung für die Firma O2 erteilt habe? Es liegt hier der Verdacht nahe, als würden 02 und Dritte gemeinsame Sache machen? Für eine Einschätzung des allgemeinen Sachverhaltes wäre ichs sehr dankbar

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  4. Hallo zusammen,

    erst gestern hat ein guter Bekannter bei O2 angerufen und wollte diese Sperre.
    Die Aussage war, dass es dies nicht gibt, man solle besser aufpassen wo man hindrückt...

    So eine Aussage ist eine Frechheit !

    Dieser Blogbeitrag ist nun schon über ein halbes Jahr alt. Und geschehen ist von Seiten O2 nichts.....

    Eine technische Lösung dauert keinesfalls so lange, vor allen Dingen haben z.b. D2 diese Drittanbietersperre schon lange erfolgreich in Betrieb !

    MfG

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