30.03.2011

Verbraucherzentrale Bundesverband fordert: Kostenlose Warteschleifen so schnell wie möglich

Eine schnellere Umsetzung der Neuregelungen im Telekommunikationsgesetz (TKG-Novelle) fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Morgen wird der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates über den Gesetzesvorschlag der Bundesregierung beraten. Für die Einführung kostenloser Warteschleifen soll eine Übergangsfrist von zwölf Monaten gelten. "Das ist zu lang. Die Verbraucher haben lang genug dafür gezahlt, dass sie am Telefon auf die gewünschte Leistung warten mussten", kritisiert Vorstand Gerd Billen. Nachbesserungsbedarf sieht der vzbv auch bei der Abrechnung telefonfremder Leistungen Dritter über die Telefonrechnung.


Seit Herbst vergangenen Jahres erhalten Verbraucher mit ihrer Telefonrechnung verstärkt unberechtigte Entgeltforderungen für Gewinnspieleabos, die ihnen bei unerlaubten Werbeanrufen untergeschoben worden sind. Die Telefongesellschaften treiben Entgelte von Anbietern telefonfremder Leistungen bisher automatisch ein. Der vzbv fordert, dass eine solche Abrechnung künftig nur nach vorheriger ausdrücklicher und gesonderter Zustimmung der Kunden erfolgen darf. Damit würde betrügerischen Geschäftsmodellen die Grundlage entzogen. "Der Bundesrat hat die Chance, den Verbrauchern im Kampf gegen diese moderne Landplage zusätzlich den Rücken zu stärken", so Billen.
Quelle:  Pressemitteilung des vzbv

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1 Kommentare:

  1. gut gemeint - technisch schwierig umzusetzen.
    Es gibt erst mal nur 2 Möglichkeiten:
    - generell kostenfreie Rufnummern
    - frei tarifierbare Sonder-Rufnummern (z.B. 11833) ohne Preistransparenz.
    Eine 01803 /12345 oder 069/123456 kann das nicht.

    Kostenlose Hotlines ist einfach nicht immmer finanzierbar (z.B. bei einem DSL Tarif für 20€ im Monat), dafür gibt es ja die sog. Split-Cost-Nummern (01803...).

    Hotlines verursachen hohe Kosten: es müssen z.B. Leitungen angemietet werden (kostet immer noch 5-10€ pro Leitung / Monat), es muß Musik gespielt werden (die Kapazitäten in den Telefonanlagen dafür kostetn auch Geld), d.h. es ist nicht im Interesse der Unternehmen die Kunden "künstlich" warten zu lassen. Da ist nicht viel verdient - wenn überhaupt.
    Eine (kurze) Wartezeit von 1-2 Minuten dient der optimalen Auslastung der Mitarbeiter im Call-Center und damit der Kostenersparnis (was auch wieder irgendwo im Sinne des Kunden ist).

    Gruß von einem Call-Center-Insider (seriöses Call-Center)

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