Andere Nutzer, auch Suchmaschinen wie Google, müssten für die Verwendung - auch für das Teilen - von Presseerzeugnissen zahlen. Es ginge dabei um Verlinkungen, es ginge ums Zitieren durch diejenigen, die Presseerzeugnisse vermarkten und damit kommerziell ein Geschäft machen wollen.Okay. Ein Interview ist wohl ein Presseerzeugnis. Und dieses Blog, kLAWtext, ist wohl kommerziell zu nennen. Zwar schreibe ich hier vor allen Dingen, weil es mir Spaß macht. Aber eben auch, um vielleicht den ein oder anderen potenziellen Mandanten neugierig zu machen und um meinen bestehenden Mandanten eine Art Newsletter zu bieten. Der Link zu meiner Anwaltsseite dosch-digital.de tut sein übriges, um aus diesem Blog ein gewerbliches Blog zu machen.
Was mich mehr wurmt, ist die Tatsache, dass auch bei vielen anderen Blogs, die nicht (wirklich) aus kommerziellen Gesichtspunkten geschrieben werden, vermutlich die Messlatte des Gewerblichen angelegt werden wird (wie bei der Impressumspflicht, siehe hier auf Seite 3). Da können ja schon Links auf gewerbliche Angebote genügen, vielleicht ein flattr-Button, vielleicht ein Reklamebanner, der die Kosten für das Hosting wieder einbringen soll. Und schon ist aus einem eigentlich privaten Vergnügen ein kommerzielles Angebot geworden.
Forderungen für Linkentgelt und/oder Abmahnungen in diesem Bereich sind also mal wieder vorprogrammiert.
Dabei funktioniert das Internet doch genau so: durch Links. Das "Netz" wird doch gerade geknüpft durch Links. Wie sollen journalistische Angebote denn noch gefunden werden, wenn sie nicht verlinkt werden? Und ich spreche hier nicht von Vollzitaten (die ja wirklich unter Umständen in Urheberrechte eingreifen können und daher schon heute geschützt sind), sondern von Links.
Da fällt mir ein, ich wollte ja das Interview noch verlinken. So lange ich noch darf: "Bewusstsein für geistiges Eigentum ist verloren gegangen - Ein Gespräch mit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger"





Mit den Art. 1-19 GG hab ich eher selten zu tun. Zitate kostenpflichtig zu machen, kann doch unmöglich mit Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit zu vereinbaren sein? Oder sollen Zitate kostenfrei und nur Links kostenpflichtig sein? Dann müsste es aber technische Umgehungsmöglichkeiten geben? *nerv*
AntwortenLöschenes gibt auch noch die IGEL(Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht)->http://leistungsschutzrecht.info/
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