30.06.2011

Telefon über den AB gehackt : Rechnung über 18.000,- Euro

Jaja, die Bequemlichkeit kann teuer werden. Das mussten einige Firmen aus dem süddeutschen Raum erfahren, als sie ihre Telefonrechnung in den Händen hielten: Anrufe für teilweise mehrere Tausend Euro wurden da in Rechnung gestellt nach Sierra Leone, Simbabwe und Mauritius, beispielsweise. Diese hatten die Unternehmen aber gar nicht geführt. Sondern Telefonhacker.

Was war geschehen?

Die Telefone der Firmen haben einen integrierten Anrufbeantworter (Voicemail). Diesen AB konnte man, wie üblich, fernabfragen mithilfe eines Kennworts. Dieses hatten die Unternehmen wohl nicht geändert, so dass das vom Werk voreingestellte Code noch gespeichert und gültig war. Und dieses ist leider nicht nur den Inhabern der Telefone bekannt, sondern steht - oftmals sogar online - in Benutzerhandbüchern.

So hatten die Telefon-Hacker leichtes Spiel. Sie übernahmen quasi die Telefonanlage und konnten so Gespräche rund um die Welt und auch zu teuren Mehrwertdiensten führen.

Das kann grundsätzlich wohl auch Privatpersonen passieren - es ist also zu raten, die PINs zu überprüfen und in jedem Fall zu ändern, wenn noch der werksseitige Code einprogrammiert ist.

Siehe hierzu auch:

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Sebastian Dosch

Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht

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1 Kommentare:

  1. Hab' mehrere von den Fällen.. TK-Anlagen Hacks bei bestimmten Anbietern. Komischerweise werden in diesen Fällen entsprechende Calls erst Monate später vom TK-Anbieter abgerechnet, d.h. der Hack fällt auch lange Zeit nicht auf, da erstmal "normal" abgerechnet und die Verbindungen im Weiteren erst in Rechnung gestellt werden. Dann jede Nacht stundenlang hunderte von kurzen Anrufen rund um die Welt.

    Der Anbieter merkt nichts..

    Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Ein Fall läuft noch.

    Gruß AS

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